Neue Bcher

Jakob Hein, Jacinta Nandi
Fish'n' Chips & Spreewaldgurken
Warum Ossis öfter Sex und Engländer mehr Spaß hatten

Warum interessiert sich eine junge Bloggerin und Surf-Poetin mit indischer Herkunft, die in London aufgewachsen ist, für die DDR? Und warum war London für Menschen aus der DDR so etwas wie ein Sehnsuchtsort, "die verdammt coolste Stadt", die zu besuchen als größtes, aber nicht zu verwirklichendes Glück galt?

 

 

Buchtipp Jakob Hein, Jacinta Nandi, Fish'n' Chips & Spreewaldgurken, KiwiCool und exotisch

Aufklärung liefern Jakob Hein (aus eigener Erfahrung) und Jacinta Nandi (auf neugieriges Nachfragen). Sie tun es im Wechsel, Kapitel für Kapitel gibt es Neuigkeiten aus der fremden Welt. Beide finden sich so cool und exotisch, wie der jeweils andere die DDR bzw. London.

Pappautos und Aluminiumgeld

Und so erfährt man viel über den realen Sozialismus in der DDR, über Schlangestehen und Familienleben, über Bananenmangel und alltäglichen Medienkonsum – natürlich Westfernsehen und Westradio – über Gleichberechtigung und selbstbewusste Frauen, fehlende Telefonanschlüsse, Spielzeuggeld und Autos, auf die man 14 Jahre lang warten musste.

Groß und gernegroß

In London war alles groß und großartig, das Paradies eben für eingesperrte Ossis. Der Gegensatz konnte nicht schlimmer sein:
"Alles an der DDR war klein und gernegroß. Wir hatten zwar Autos, aber sie waren aus Pappe … Unsere Münzen waren aus Aluminium, die einzige Münze, die so aussah, als wäre sie womöglich etwas wert, war die 20-Pfennig-Münze aus einer Art Bronze..."
Kurzweilige Geschichten über das Leben in unterschiedlichen Welten, aus zwei sehr persönlichen Perspektiven erzählt, ironisch und vergnüglich.
(Christiane Schwalbe)

Jakob Hein, Jacinta Nandi - Fish'n' Chips & Spreewaldgurken
Warum Ossis öfter Sex und Engländer mehr Spaß hatten
KiWi Taschenbuch (Kiepenheuer & Witsch) 2013, 235 Seiten, 8.99 Euro, eBook 8,99 Euro

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