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Fahrradfreunde - Ein Lesebuch

Ausgewählt von Daniel Kampa

Eine Fahrradtour bei schönem Wetter am Wochenende ist immer ein Vergnügen. Erst recht, wenn man ein kleines Büchlein im Gepäck hat, in dem Geschichten vom Fahrrad erzählt werden, schließlich braucht jeder mal 'ne Pause, um in die Sonne zu blinzeln – oder in dieses Buch.

 

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Patrick Süskind, Urs Widmer und Martin Suter, Kurt Tucholsky, Uwe Johnson und Karl Valentin, Christian Morgenstern, Axel Hacke und Pablo Neruda haben bzw. hatten höchst eigenwillige Beziehungen zum Zweirad: Sie erzählen von atemberaubend sportlichen Leistungen und von der Sehnsucht, Kunstradfahrer zu werden, von Fahrraddieben und wie man ihnen ein Schnippchen schlägt, von fehlenden Rückstrahlern und einer geheimnisvollen Reise in die Wolken - mit dem Fahrrad.

Freund und Feind

Was für Henry Miller schlichtweg der beste Freund war, gerät bei Jean-Jaques Sempé, der auch die zarten, heiteren und subtilen Illustrationen gezeichnet hat, zum ärgsten Feind: Sein Fahrradmechaniker ist zwar ein Künstler seines Faches, beherrscht aber mitnichten die Kunst des Radfahrens. Was er lange Zeit gut zu verbergen versteht.

Hochrad-Kapriolen

 Alphons Allais schlägt einen "Radweg um die Welt vor", der "mittels einer lumpigen kleinen Milliarde" ins Werk gesetzt werden könnte, und schwärmt von einer "auf Bambuspfeilern schwebenden Hochstraße". Eher bodenständig im Sinne unvermeidlicher Stürze geht es bei Mark Twain zu, der versucht, ein Hochrad zu bändigen. Und Axel Hacke muss lernen, dass fünf Weißbiere das Radeln nicht unbedingt leichter machen.

Heitere Hommage

Eine heitere literarische Hommage auf das Fahrrad und ein vergnügliches, hübsch in Leinen gebundenes Lesebuch nicht nur für Fahrradfans, die nach der Lektüre dieses Buches mit noch größerer Lust und Energie in die Pedale treten werden.

(Christiane Schwalbe)

"Fahrradfreunde" Ein Lesebuch
Ausgewählt von Daniel Kampa
Mit Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé
Diogenes Verlag 2013, 239 Seiten, 16.90 Euro

 

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