Romane

Margriet de Moor, Von Vögeln und Menschen, HanserMargriet de Moor
Von Vögeln und Menschen

Es beginnt wie ein ganz normaler Familienroman: Rinus kehrt nach der Nachtschicht zu Frau und Sohn zurück, die Gedanken noch bei der Plastiktüte auf der Flugbahn, die die Starterlaubnis zweier Maschinen kurzfristig verzögert hatte.

Elena Ferrante, Die Geschichte des verlorenen Kindes, Suhrkamp. Buchtipp, Buchrezension, Christiane SchwalbeElena Ferrante
Die Geschichte des verlorenen Kindes

"Du musst die Beste von allen werden" – verlangt Lila in jungen Jahren von Lenú, und diese Aussage fordert sie wie eine unerbittliche Zielvorgabe bis ins Alter heraus. Ihr Leben ist geprägt davon, sich loszusagen von der eigenen Vergangenheit, von Herkunft, Erziehung und Bildungsferne.

Kim Thúy, Die vielen Namen der Liebe. Roman. KunstmannKim Thúy
Die vielen Namen der Liebe

"Ich war das Nesthäkchen, die kleine Schwester meiner drei großen Brüder, von allen beschützt wie ein kostbares Parfumfläschchen in einer Vitrine …. Mein Vorname, Bâo Vi, kündet von der Absicht meiner Eltern, 'die Kleinste zu beschützen'. Wörtlich übersetzt heiße ich 'winzige Kostbarkeit."

Elena Ferrante, Die Geschichte der getrennten Wege, SuhrkampElena Ferrante
Die Geschichte der getrennten Wege

#FerranteFever: Die Neapolitanische Saga um die Freundinnen Lila und Lenú, die sich aus ihrer ärmlichen und bildungsfernen Herkunft herauszukämpfen versuchen, geht in die dritte Runde. Noch ist die Schustertochter Lila nicht verschwunden, wie uns Elena Greco, Lenú, in "Meine geniale Freundin" gleich zu Beginn erzählt.

Marie NDiaye, Die Chefin. Roman einer Köchin. SuhrkampMarie NDiaye
Die Chefin - Roman einer Köchin

"Ich höre manchmal die Stimme der Chefin, die mir sagt: Glaubst du wirklich das Recht zu haben, all diese Dinge zu erzählen? Wenn ich es nicht getan habe, wie kommst du dann dazu?"

Viet Thanh Nguyen, Der Sympathisant, BlessingViet Thanh Nguyen
Der Sympathisant

"Was wird aus denen, die gegen die Mächtigen kämpfen, wenn sie selbst die Macht ergreifen? Was wird aus dem Revolutionär, wenn die Revolution triumphiert?" Fragen wie diese stellt sich der namenlose Held erst am Ende der Geschichte, die er als großes Geständnis, als Beichte seines Lebens erzählt.