Deutsche Romane

Hans Christoph Buch, Elf Arten, das Eis zu brechen. Roman. Frankfurter VerlagsanstaltHans Christoph Buch
Elf Arten, das Eis zu brechen

Die Fragen, woher er komme, wohin er gehe und wer er sei, stellt sich der Autor im Garten seines Hotels in Managua, zu Gast bei einem Schriftstellerkongress und Auge in Auge mit einem Leguan oder auch Chamäleon.

René Freund, Niemand weiß, wie spät es ist, DeutickeRené Freund
Niemand weiß, wie spät es ist

"Nora weinte nie, Nora konnte nicht weinen". Und sie tut es auch nicht, als sie vom überraschenden Tod ihres Vaters erfährt, der auf der Straße einfach umgefallen ist - Herzversagen. Die Tochter ist Alleinerbin, die Testamentseröffnung beim Notar dürfte also reibungslos vonstatten gehen.

Sasa Stanisic, Fallensteller, Luchterhand LiteraturverlagSaša Stanišić
Fallensteller

"Das Biest Sprache hat mich in seinen Fängen" - Georg Horvath, ein Justiziar, der in jungen Jahren mal Gedichte schrieb, gerät in eine Falle, die ihm die vertraute Sprache raubt. Statt nach endlos langem Flug in Rio Vertragstexte für eine Bierfabrik aufzusetzen, wird er verwechselt und landet im Urwald.

Karen Duve, Macht, Galiani BerlinKaren Duve
Macht

Männer sind aggressive, schamlose Egoisten, denen es nur um Herrschaft und Unterdrückung geht. Für die Probleme der Menschheit interessieren sich diese "Hohlköpfe und Psychopathen" nicht.

Shida Bazyar, Nachts ist es leise in Teheran, kiepenheuer&witschShida Bazyar
Nachts ist es leise in Teheran

Der Iran 1979 – der Schah ist vertrieben, das Land hofft auf einen Neuanfang, auf Freiheit und Demokratie. Aus den Schulbüchern werden die Seiten mit dem Schah herausgerissen, sein Foto wird abgehängt. Das Land gehört wieder den Menschen, nicht einem "König der Könige".

André Heller, Das Buch vom Süden, Zsolnay VerAndré Heller
Das Buch vom Süden

Was hat er nicht alles gemacht! Zirkus, Revuen und Feuertheater, er war Sänger, Autor und Schauspieler, hat Skulpturen fliegen lassen, verwunschene Paradiesgärten inszeniert und einen orientalischen Salon auf einem alten Frachtschiff. Nur ein Roman, der fehlte noch.

Antonia Baum, Tony Soprano stirbt nicht, Hoffmann und CampeAntonia Baum
Tony Soprano stirbt nicht

Eine fiktive Geschichte: Drei Kinder bangen um ihren Vater, der bei einem Motorradunfall schwer verunglückt ist und nun an Schläuchen und Apparaten hängend im Krankenbett liegt. Aber seine Kinder sind stark, so haben sie es von ihm gelernt, "wer krank ist, wird gesund, ob es ihm nun passt oder nicht."

Jakob Hein, Kaltes Wasser, Roman. Galiani Berlin Jakob Hein
Kaltes Wasser

Ein wegweisender Satz im Leben des Friedrich Bender: "Mein Leben begann als statistische Ausnahme"- eigentlich wollten seine Eltern kein Kind mehr. Er kam trotzdem zur Welt und erwies sich schon im Kindergartenalter als todesmutig.

Marina Caba Rall, Esperanza, Roman, WagenbachMarina Caba Rall
Esperanza

"Wie konnte man wissen, wie real eine Erinnerung war? Wie viel davon Verzerrung und wie viel reine faktische Realität?" Der Wissenschaftler Juan begeistert sich für Fragen wie diese, denn er weiß, dass Erinnerung ein kreativer Prozess ist und das, was man für gesichert hält, bei jedem Abruf aus dem Gedächtnis mit Auslassungen und Hinzufügungen neu überschrieben und ausgeschmückt wird.

Cora Stephan, Ab heute heiße ich Margo, Kiepenheuer & WitschCora Stephan
Ab heute heiße ich Margo

Als sie sich Margo nennt, träumt Margarete davon, sich ein selbstständiges Leben zu erobern und der Enge ihrer Familie und der Kleinstadt Stendal zu entkommen. Die junge Frau lernt Buchhaltung bei Photo-Werner und freundet sich mit der Fotografin Helene an.

Birgit Vanderbeke, Ich freue mich, dass ich geboren bin, PiperBirgit Vanderbeke
Ich freue mich, dass ich geboren bin

Das sagt irgendwann ein Kind, das die Eltern nie haben wollten, das die Mutter in die Ehe mit einem Minderjährigen trieb und damit weit weg vom Traum einer Gutsbesitzerehefrau, die sie zu werden hoffte - aber dieser Mann ist im Krieg gestorben.

Roland Schimmelpfennig, An einem eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Roman, S.FischerRoland Schimmelpfennig
An einem eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

In Berlin, müsste man noch ergänzen. Ein ungewöhnlich langer Titel, der einiges verspricht – Großstadt, Jahrhundertwende, eiskalter Winter. Da erwartet man vom meistgespielten Dramatiker Deutschlands eine spannende Geschichte – so verheißungsvoll wie der Anfang seines Roman-Debüts: