Deutsche Romane

Peter Schneider, 89/90, Roman LuchterhandPeter Richter
89/90

"So ging einem das damals dauernd. Ständig waren plötzlich die Mädchen weg." Weil ihr Reiseantrag bzw. der ihrer Eltern genehmigt wurde und sie die DDR verließen. Wohl deshalb erinnert sich Peter Richter vor allem an die Jungs dieser Zeit.

Kolja Mensing, Die Legenden der Väter, Verbrecher VerlagKolja Mensing
Die Legenden der Väter

"Die Toten, das sind die Helden, nicht die, die überlebt haben, und schon gar nicht jemand wie Józef". Als polnischer Soldat in britischer Uniform ist er in der nordwestdeutschen Kleinstadt Fürstenau aufgetaucht, dieser Józef Kozlik, und als sein Sohn, Kolja Mensings Vater und Sohn der Tischlertochter Marianne, zwei Jahre alt ist, verschwindet er wieder. Für immer. Fast.

Thomas Josef Wehlim, Eisenbahnzüge, Roman, Edition Rugerup Thomas Josef Wehlim
Eisenbahnzüge

"Räder müssen rollen für den Sieg" – mit dieser Losung wollte die Deutsche Reichsbahn ihre Transportleistung 1942 am Wendepunkt des Krieges erhöhen. In der Gründerzeitvilla, die Lars Müller von seinem Onkel erbt, rollen winzige Räder einer Modelleisenbahn auf 800 Schienenmetern durchs ganze Haus.

Anne Weber, Ahnen, Ein Zeitreisetagebuch, FischerAnne Weber
Ahnen
Ein Zeitreisetagebuch

Spurensuche – nach einem Mann, der 100 Jahre vor ihr geboren wurde. Anne Weber geht weit zurück in die Vergangenheit, um ihrem Urgroßvater Gesicht und Gestalt zu geben.

Ursula Ackrill, Zeiden, im Januar, WagenbachUrsula Ackrill
Zeiden, im Januar

In anderen Sprachen kamen ihre "Traumlandschaften nicht so richtig zusammen", sagt Ursula Ackrill im Gespräch, und so beschwört die in Rumänien geborene Autorin in ihrem ersten Roman die Traumlandschaften Siebenbürgens und die politischen Träume und Albträume im Winter 1941 auf deutsch.

KLAUS MODICK, Konzert ohne Dichter, Roman, Kiepenheuer & WitschKlaus Modick
Konzert ohne Dichter

Ein schönes und überaus herrschaftliches Bild zeichnet Klaus Modick, wenn er den reichen Geschäftsmann Ludwig Roselius auf Rundfahrt durch Worpswede schickt - mit viel Geld in der Tasche und einem Korb zusätzlicher Präsente. Ein Mäzen lässt sich schließlich nicht lumpen und legt gönnerhaft noch eine Zigarre drauf. Immer an seiner Seite: Heinrich Vogeler, der Star der Künstlerkolonie.

HANNS-JOSEF ORTHEIL, Blauer Weg, LuchterhandHanns-Josef Ortheil
Blauer Weg

25 Jahre Mauerfall 1989 – das Jubiläum ist vor allem in Berlin ausgiebig gefeiert worden Und das nächste Jubiläum steht bereits vor der Tür: 25 Jahre Deutsche Einheit im Oktober 2015.

RENÉ FREUND, Mein Vater, der Deserteur, Eine Familiengeschichte, DeutickeRené Freund
Mein Vater, der Deserteur
Eine Familiengeschichte

"Eine Frage wollte ich meinem Vater immer stellen: 'Hast du einen anderen Menschen erschossen?' Ich habe es nie gewagt, meinem Vater diese Frage zu stellen. Heute ist es zu spät. Mehr als drei Jahrzehnte zu spät."

RUDOLF LORENZEN, Alles andere als ein Held, Roman, Verbrecher VerlagRudolf Lorenzen
Alles andere als ein Held

Vor einem Jahr, am 27. November 2013, ist er gestorben, jener vielfach Vergessene, über dessen wohl wichtigstes Buch Sebastian Haffner einst euphorisch schrieb: "Ich bin gar nicht sicher, ob 'Alles andere als ein Held' nicht der beste Roman irgendeines heute … deutsch schreibenden Autors ist."

LUTZ SEILER, Kruso, Roman, SuhrkampLutz Seiler
Kruso

"Nicht gesprungen" - obwohl die Verlockung zu springen nach dem Tod der Freundin groß war, hatte der seidene Faden, an dem Edgar Bendlers Leben hing, gehalten und ihn auf die Insel geführt - ein trauriger Freitag auf der Suche nach einem Robinson, der ihn aus seiner Lebensverwirrung erlöst.

SHERKO FATAH, Der letzte Ort, Luchterhand Verlag, RomanSherko Fatah
Der letzte Ort

Zwei Männer werden im Irak entführt. Der eine ist Deutscher, der andere Iraker. Sie sind Opfer von skrupellosen Gotteskriegern, die alle inneren und äußeren Feinde auslöschen wollen.

Jochen Schmidt, David Wagner, Drüben und drüben, Zwei deutsche Kindheiten, RowohltDavid Wagner, Jochen Schmidt
Drüben und drüben
Zwei deutsche Kindheiten

25 Jahre nah dem Fall der Mauer häufen sich die Erinnerungen. Nicht nur die politischen, auch die persönlichen, ganz subjektiven Rückblicke, die "ostalgischen" und die nostalgischen, die biografischen und die sozialen.