Deutsche Romane

Monika Maron, Zwischensoiel, Fischer Verlag Monika Maron
Zwischenspiel

Ruth ist sechzig, Kunsthistorikern, alleinstehend, Mutter einer erwachsenen Tochter, und bereitet sich auf die Beerdigung ihrer Freundin Olga vor, die mit 90 Jahren gestorben ist. Im Selbstgespräch macht sie sich klar, wie sehr sie sich fürchtet, auf den Friedhof zu fahren. Werden ihr dort doch Menschen begegnen, die sie erfolgreich aus ihren Erinnerungen verbannt hat.

Max Biller, Im Kopf von Bruno Schulez, NovelleMaxim Biller
Im Kopf von Bruno Schulz

Die reiche, bilderreiche Sprache, mit der Bruno Schulz in allen dunklen Farben die damals triste Kreisstadt Drohobicz beschrieb, in der er eine ungeliebte Stelle als Kunstlehrer versah, wird einem nicht mehr aus dem Kopf gehen: "Unsere Stadt fiel schon damals immer mehr dem chronischen Grau der Dämmerung anheim, an ihren Rändern wuchsen Schattenflechten, flaumiger Schimmel und eisenfarbenes Moos."

Daniel Kehlmann, F, Roman, Rowohlt VerlagDaniel Kehlmann
F

Finanzkrise, Fälscherskandal, Kirchenkrise – Daniel Kehlmann hat in seinem neuen Roman verarbeitet, was die Gesellschaft dieser Republik erschüttert und empört hat. Zum Auftakt greift er in die esoterische Trickkiste und schickt seine vier Protagonisten – Frauen spielen so gut wie keine Rolle – in die Hypnoseshow vom "Großen Lindemann".

0161-12-uwe-timm-vogelweide-kiepenheuer-witschUwe Timm
Vogelweide

Zwei Männer, zwei Frauen - zwei glückliche Paare. Anna und Ewald sind verheiratet und haben zwei Kinder. Er ist erfolgreicher Architekt und baut Siedlungen in China, sie ist Lehrerin für Latein und Kunst. In Partnerschaft, aber nicht zusammen, leben Selma, Silberschmiedin, und Eschenbach, studierter Theologe und erfolgreicher Unternehmer in der Software-Branche.

Sven Regener, Magical Mystery oder Die Rückkcher des Karl Schmidt, GalianiSven Regener
Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Na endlich! freuen sich die Fans, Sven Regener ist wieder da, mit einem neuen Roman! In der Hauptrolle, der Titel kündigt es an: Karl Schmidt, jetzt Charlie genannt, der verkrachte Künstlerfreund von Frank Lehmann. (Den haben viele aus dem Herr-Lehmann-Film noch in bester Erinnerung, gespielt von Detlev Buck.)

Jo Lendle, Was wir Liebe nennen, Roman, DVAJo Lendle
Was wir Liebe nennen

Damit wir uns gar nicht erst irgendwelchen gefühlsbetonten Illusionen hingeben: "Wir verlieben uns in das, was uns ähnelt", verursacht durch ein kleines Organ im Gehirn, den Hippocampus. Liebe ist – biologisch gesehen - reine Nervensache und Gefühle sind "rudimentäre biochemische Prozesse, eine Art eingespieltes Chaos".

Peter Stamm, Nacht ist der Tag, Roman, S.Fischer VerlagPeter Stamm
Nacht ist der Tag

Das Gesicht verlieren – nur eine Redensart, aber für Gillian, eine bekannte Fernsehmoderatorin, wird sie bittere Realität: Nach einem Unfall wacht sie mit zerstörtem Gesicht im Krankenhaus auf, ihr Mann Matthias hat nicht überlebt.

Franz Hohler, Gleis 4, Roman, Luchterhand VerlagFranz Hohler
Gleis 4

Isabelle ist auf dem Weg nach Italien, wo sie nach überstandener Gallenoperation Urlaub machen will. Gerade genesen, ist sie froh, dass ihr ein älterer Herr anbietet, am Bahnhof den Koffer die Treppe hinauf zu tragen. Oben angekommen stellt er das Gepäckstück ab, sackt in sich zusammen und ist tot.

Silvia Bovenschen, Nur Mut, Roman, S.FischerSilvia Bovenschen
Nur Mut

Vier wunderliche alte Frauen in einer weißen Villa – und eine junge. Sie ist aufsässig, von den Eltern zur Großmutter geschickt, strafversetzt sozusagen. Die vier Alten haben den größten Teil ihres Lebens hinter sich, ein für die eine mehr, für die andere weniger tragischer Gedanke. Schließlich leben die vier in einem durchaus luxuriösen Idyll.

Alex Capus, Der Fälscher, Die Spionin und der Bombenbauer, Roman, Hanser VerlagAlex Capus
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Anfang November 1924: Ein 13jähriges Mädchen sitzt im Orient Express und raucht. Ein junger Mann beobachtet die ein- und ausfahrenden Züge auf dem Züricher Hauptbahnhof und sieht sie, und vielleicht fällt der Blick eines Reisenden bei seiner Ausfahrt aus dem Bahnhof auf die beiden. Ein Zufall wäre es gewesen, denn alle drei sind einander in Zürich nie begegnet.

Karl Markus Gauß, Das erste, was ich sah, Roman, ZsolnayKarl-Markus Gauß
Das Erste, was ich sah

Das erste, was das Kind bewusst vernimmt, ist die Stimme aus dem Radio, die Namen vermisster Soldaten verliest und die Orte, wo man sie zum letzten Mal gesehen hat. In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind diese Stimmen aus dem Radio mächtig, regen sie doch die Fantasie der Kinder an, die mit den Geheimnissen hinter den Stimmen heranwachsen.

Susann Pasztor, Die einen sagen Liebe, KiWiSusann Pásztor
Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts

Was für ein Glück, manchmal: ein Buch zu finden, das so sprüht und funkelt, dass man es am liebsten gleich nochmal lesen möchte! So eines ist "Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts" von Susann Pásztor.