Belletristik

Margriet de Moor, Schlaflose Nacht, HanserMargriet de Moor
Schlaflose Nacht

Es ist dreizehn Jahre her, als an einem Spätsommerabend ein Schuss im Gewächshaus das Leben der Ich-Erzählerin dramatisch verändert. Ihr Mann beging Selbstmord – ohne Abschiedsbrief, ohne Zeichen einer Depression. Sie lebten auf dem Land, in einem alten Bauernhaus. Nur vierzehn Monate waren sie zusammen.

Deborah Feldman, Unorthodox, SecessionDeborah Feldman
Unorthodox

Bücher sind Männern vorbehalten, Mädchen gehören in die Küche, aber "die wenigen Happen verwässerter Weisheit, die meine Lehrerinnen in der Schule bereitstellen, machen mich nur noch hungriger nach mehr." Deborah Feldman ist ein neugieriges, wissbegieriges Kind, das sich heimlich Bücher besorgt, die sie unter der Matratze versteckt.

Maarten 'T Hart, Die grüne Hölle - mein wunderbarer Garten und ich. Piper Verlag. Maarten 'T Hart
Die grüne Hölle
Mein wunderbarer Garten und ich

Gartenarbeit ist Vergnügen und Qual zugleich, denn es wächst nicht nur das, was wachsen soll – und das wächst durchaus nicht immer üppig – sondern auch Unkraut und Gestrüpp; Schädlinge fressen junge Triebe, und wer kein Gift spritzen will, hat alle Hände voll zu tun, wenn die Ernte zufriedenstellend sein soll.

Judith Hermann, Lettipark, S. Fischer Verlag 2016Judith Hermann
Lettipark

Es sind die Geschichten hinter den Geschichten, die diese Erzählungen so besonders machen. Der Tonfall ist knapp, lakonisch, die Protagonisten erinnern sich ruhig und gefasst; Emotionen, natürlich, die gibt es, aber sie liegen im Verborgenen, manchmal ist es nur ein einziger Satz.

David Wagner, Sich verlieben hilft. Über Bücher und Serien, Verbrecher VerlagDavid Wagner
Sich verlieben hilft - Über Bücher und Serien

David Wagner ist Leser aus Leidenschaft. Und weil Leidenschaften angefeuert gehören, sucht er buchstäblich auf Schritt und Tritt nach neuem Lesestoff. Das beginnt gleich morgens vor dem Computer.

Elke Heidenreich, Alles kein Zufall. Kurze Geschichten, Hanser 2016Elke Heidenreich
Alles kein Zufall – Kurze Geschichten

Schon das Buchcover lädt ein zu Geschichten aus dem Leben: Da steht Lurchi, der Feuersalamander, seit Generationen Symbol für gute Kinderschuhe, auf einem alten Tagebuch, das auf rotem Samt liegt, und trägt auf dem Arm Brille, Füllfederhalter und Perlenkette.

Axel Hacke, Das kolumnistische Manifest, Verlag Antje KunstmannAxel Hacke
Das kolumnistische Manifest
Das Beste aus 1001 Kolumnen

Frei nach Marx und Engels bringt Axel Hacke es auf den Punkt: Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kolumnismus. Kolumnen gibt es zu Hauf – im Radio, in jeder Zeitung und jeder Illustrierten, egal, ob sie bunt oder seriös, bedeutend oder unwichtig sind: Kolumnen sind das Salz in der Nachrichtensuppe.

Richard Ford, Frank, Hanser Berlin 2015Richard Ford
Frank

Als Frank Bascombe sich auf den Weg nach New Jersey macht, hat Hurrikan Sandy wenige Tage zuvor Zerstörungen von historischem Ausmaß hinterlassen. Freund Arnie hat ihn, den ehemaligen Immobilienmakler, angerufen und gebeten zu kommen. Vor Jahren hat er ihm sein Haus verkauft, von dem nun nicht mehr viel übrig ist.

Gülbahar Kültür, Der Wortschatzräuber, Elif Verlag 2015Gülbahar Kültür
Der Wortschatzräuber

Lebendig ist eine Sprache, wenn sie nicht nur benutzt, sondern auch weiterentwickelt wird, wenn sie offen ist für kulturelle Einflüsse, die sich über Jahrhunderte im Wortschatz spiegeln und ihn bereichern, wenn sie Brücken baut zwischen Menschen.

Eine Welt von Schnee, Hrsg. von Ursel Allenstein und Ulrike Ostermeyer, ArcheEine Welt von Schnee
Hrsg. von Ursel Allenstein und Ulrike Ostermeyer

Der amerikanische Viehbauer Wilson A. Bentley fotografierte sein ganzes Leben lang Schneekristalle, weil er von der Einzigartigkeit dieser gefrorenen Kunstwerke fasziniert war.

Marceline Loridan-Ivens, Und du bist nicht zurückgekommen, Insel-Verlag 2015Marceline Loridan-Ivens
Und du bist nicht zurückgekommen

Marceline schreibt einen Brief an ihren Vater – den er niemals lesen wird. Er starb in Auschwitz. Seine Tochter setzt ihm ein ergreifendes Denkmal. "Und du bist nicht zurückgekommen" heißt ihre ebenso erschütternde wie berührende Geschichte, die sie erst Jahrzehnte später aufzuschreiben vermochte.

Manuela Reichart, Schon wieder Verspätung, Reisebekanntschaften Dörlemann 2015Manuela Reichart
Schon wieder Verspätung!
Reisebekanntschaften

"Es gibt Menschen, die man nie trifft. Sie sind aber da. Keine große Einsicht. Es lohnt, hinzuhören." Und auf Reisen trifft man sie dann doch, zufällig, nicht sehr lange, und Manuela Reichart hat zugehört.