Romane

Karen Duve, Fräulein Nettes kurzer Sommer, Galiani BerlinKaren Duve
Fräulein Nettes kurzer Sommer

Annette von Droste-Hülshoff, Freifräulein, lebenslang kränkelnd, vorlaut, widerspenstig, spaziert lieber mit dem Hammer in den Steinbruch, um nach seltenen Mineralien zu suchen, statt sich brav und sittsam mit einer Spitzenstickerei zu beschäftigen, wie es eigentlich ihre Rolle wäre.

Wolf Wondratschek, 
Selbstbild mit russischem Klavier, UllsteinWolf Wondratschek
Selbstbild mit russischem Klavier

"Seinen Ohren konnte er nichts vormachen", der Ohrenmensch Igor Suvorin, der einst ein berühmter Pianist war. In Gesprächen im Wiener Kaffeehaus und der Pizzeria La Gondola lässt er diese Zeiten der Fülle und des Zweifels wieder aufleben.

Burghart 
Klaußner, Vor dem Anfang, Roman, Kiepenheuer & WitschBurghart Klaußner
Vor dem Anfang

Kurz vor Kriegsende, so erzählte es Klaußners Vater seinem Sohn, sei er fast auf einer Toilette erschossen worden. Das war 1987, kurz darauf starb der Vater. Aber seitdem ließ den Sohn das Thema nicht mehr los.

Eckhart Nickel, Hysteria, Piper-VerlagEckhart Nickel
Hysteria

"Mit den Himbeeren stimmt etwas nicht" denkt Bergheim, als er auf dem Markt eine Schale davon kauft, und mit diesem Satz beginnt ein Roman, der uns das Fürchten lehren kann. Ökofundamentalisten der Bewegung "Spurenloses Lebens" halten den Menschen für den Ursprung allen Übels.

André Herzberg, Was aus uns geworden ist. Roman. UllsteinAndré Herzberg
Was aus uns geworden ist

Die Sehnsucht brachte Lea und Paul, Jakobs Eltern, 1946 aus dem Exil in London zurück nach Berlin, und die glühende Begeisterung, ein Land im antifaschistischen Geist aufzubauen. Mit langem Atem und in schönen Bögen erzählte André Herzberg in seinem ersten Roman 2015 von ihnen.

Irina Liebmann, In Berlin, Roman, SchoefflingIrina Liebmann
In Berlin

Berlin zu Beginn der Neunziger Jahre: Vertraute und ungeliebte Koordinatensysteme lösten sich auf, und die Hoffnung, etwas Neues zu erschaffen, war groß und lebendig. Irina Liebmann, freie Schriftstellerin seit 1975, beschloss schon 1988, aus Ostberlin in den Westen zu gehen:
"…bald würden sich unerhörte Dinge ereignen, alles wird anders werden. Wer jetzt mit der Zeit mitschreibt, der wird Wesentliches erzählen können."