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Deutsche Romane

Thees Uhlmann, Sophia, der Tod und ich, Kiepenheuer und WitschThees Uhlmann
Sophia, der Tod und ich

"Irgendwas mit Herz" wird seine Todesursache sein, ein unangenehmes väterliches Erbe, "unentdeckter Herzfehler, Ader platzt, das war's". Der das so nüchtern sagt, ist der Tod höchstpersönlich. Und er sagt es zum Ich-Erzähler, der auf sein Klingeln ahnungslos die Tür öffnet.

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Rafik Schami, Sophia oder Der Anfang aller Geschichten, Hanser 2015Rafik Schami
Sophia – oder Der Anfang aller Geschichten

Rafik Schami ist der orientalische Geschichtenerzähler par excellence, ganz der arabischen Tradition verpflichtet. In Damaskus geboren, musste er als junger Mann aus politischen Gründen das Land verlassen und lebt seit 45 Jahren in Deutschland. Seine Sehnsucht gilt seiner Heimat, in seinen Romanen und Erzählungen hat er sie immer wieder thematisiert.

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Hanns Josef Ortheil, Der Stift und das Papier, Luchterhand 2015Hanns-Josef Ortheil
Der Stift und das Papier

Schreiben ist seine Passion, denn schreibend hat er sich die Welt erobert: Das Kind, das jahrelang nicht gesprochen hat, wurde von Vater und Mutter in sehr besonderer Weise unterrichtet.

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Valerie Fritsch, Winters Garten, Roman, Suhrkamp 2015Valerie Fritsch
Winters Garten

Ein Paradies steht am Anfang, eine fast mythische Gartenkolonie, in der Alte und Junge friedlich nebeneinander leben, in einer verwunschenen Welt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ein Sehnsuchtsort. Draußen droht die Apokalypse, bahnt sich der Weltuntergang an, im Zentrum die Stadt, die zusehends verfällt.

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Monique Schwitter, Eins im Andern, Roman, Literaturverlag Droschl 2015Monique Schwitter
Eins im Andern

Beim Wettbewerb 2015 um den Ingeborg-Bachmann-Preis erntete sie zwar viel Lob und Beifall, aber keinen Preis, dafür schaffte es ihr Roman "Eins im Andern" bis in die Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Monique Schwitter erzählt darin eine moderne Apostelgeschichte über Männer, die ihr eine Zeitlang folgten, aber nicht bei ihr blieben – oder sie nicht bei ihnen.

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Inger-Maria Mahlke, Wie ihr wollt, Roman, Berlin Verlag 2015Inger-Maria Mahlke
Wie Ihr wollt

"Ich bin ein Hamster, ich bin gefangen-gefangen" klagt Mary Grey, die in Bishopsgate unter Hausarrest steht. Während sie sich gegen die vielen Widrigkeiten ihres Alltags zur Wehr setzt, schreibt sie ein Journal, in dem sie all dies verzeichnet und ihre Verzweiflung zur Sprache bringt.

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Nora Bossong, 36,9°, Roman, Hanser 2015,Nora Bossong
36,9°

36,9 Grad ist die normale Körpertemperatur eines Menschen. In Nora Bossongs viertem Roman wird sie zum Zeichen der Krankheit, denn wenn sie ansteigt, droht Gefahr. Zwei Geschichten werden miteinander kontrastiert und verknüpft.

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Christoph Poschenrieder, Mauersegler, Roman, Diogenes 2015Christoph Poschenrieder
Mauersegler

Mauersegler haben zarte, kleine Krallen, aber antike Naturbeobachter sahen sie nur in der Luft und dachten, sie hätten keine Füße. Für den Ich-Erzähler, den früheren Chefredakteur Carl, sind sie die Lieblingsvögel seines fortschreitenden Alters: "Der Mauersegler legt die Flügel an und will nicht mehr fliegen. So soll es auch mit mir zu Ende gehen." Doch so einfach wird es nicht sein.

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Jenny Erpenbeck, Gehen, ging, gegangen, Roman, Knaus 2015Jenny Erpenbeck
Gehen, ging, gegangen

"Ohne Erinnerung war der Mensch nur ein Stück Fleisch auf einem Planeten", denkt Richard, als ihm ein junger Tuareg davon erzählt, wie die Karawanen in der Wüste ihre Wege an den Geschichten erkennen, die abends am Feuer erzählt werden.

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Alina Bronsky, Baba Dunjas letzte Liebe, Kiepenheuer & Witsch 2015, Alina Bronsky
Baba Dunjas letzte Liebe

"Ich bin doch keine 82 mehr", sagt Baba Dunja, wenn ihr irgendetwas beschwerlich wird. Und das ist oft der Fall in Tschernowo, diesem gottverlassenen Dorf, in das dreißig Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl ein paar alte Leute zurückgekehrt sind, weil sie ohnehin nichts mehr zu verlieren haben. Hier ist ihre Heimat, hier wollen sie sterben. In Ruhe. Die Strahlung kümmert sie nicht.

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Margarita Kinstner,  Die Schmetterlingsfängerin, Roman, HanserMargarita Kinstner
Die Schmetterlingsfängerin

Sarajewo ist für Katja eine Art Sehnsuchtsort. Ihr Urgroßvater lebte dort und wanderte nach Österreich aus, sie wird den umgekehrten Weg gehen. Und Menschen treffen, die den Bosnienkrieg erlebt haben - bis heute gibt es Spuren davon, auch und vor allem in den Seelen der Menschen.

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Hanns-Josef-Ortheil, Rom, Villa Massimo. Roman einer Institution, Langen Müller 2015Hanns-Josef Ortheil
Rom, Villa Massimo - Roman einer Institution

Peter Ka ist Lyriker. Seine Gedichte beeindrucken die Jury der Villa Massimo so nachhaltig, dass sie ihn als Stipendiaten auswählt. Peter Ka wird also sein geliebtes Wuppertal verlassen und nach Rom reisen, um dort ein Jahr zu leben und zu arbeiten, im Zentrum "des begehrtesten deutschen Stipendienhains".

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